Tierrettung am Ostersonntag

Am Ostersonntag wurde die FF Großharras um 14:50 Uhr zu einer Tierrettung alarmiert. Zwischen Großharras und Diepolz war ein Pferdegespann in den Graben neben der Landesstraße L20 gestürzt. Die beiden Pferde waren über das Zuggeschirr noch mit dem schwer beschädigten Pferdewagen verbunden. Bei unserem Eintreffen versucht eines der Pferde sich zu befreien, das zweite Pferd lag im schmalen Bachbett. Es gab weder verletzte Personen, noch war der Wagenführer anwesend.

Während über den Florian Mistelbach ein Tierarzt verständigt wurde, versuchten erfahrene Feuerwehrmitglieder die Tiere etwas zu beruhigen. Dann wurde das Zuggeschirr soweit möglich entfernt, um die beiden Pferde einzeln aus dem Bachbett zu retten. Zwischenzeitlich war auch die Tierärztin am Einsatzort eingetroffen. Um die völlig verschreckten Tiere möglichst schonend aus dem Bach und vor allem über die steile Böschung zu bekommen, wurden dem ersten Pferd zwei Rundschlingen angelegt. Ein zufällig vorbeikommender Landwirt unterstütze dabei die FF Großharras mit Traktor und Frontlader, indem er mit dem Traktor das Tier vorsichtig aus dem Graben hob bzw. zog. Zum Glück war das Tier nicht ernsthaft verletzt.

Das zweite Pferd schien von Anfang an deutlich schwächer zu sein, lag es doch schon einige Zeit im kalten Wasser. Schnell waren die beiden Rundschlingen wieder angelegt und auch das zweite Tier erfolgreich aus dem Graben gerettet. Auch dieses Tier dürfte zum Glück keine ernsthaften Verletzungen erlitten haben.

Während der Rettungsaktion traf auch der Besitzer der Tiere am Einsatzort ein. Wie sich herausstellte war das Gespann in einiger Entfernung zum Einsatzort durchgegangen, ohne Wagenführer davongaloppiert und dabei in den Graben gestürzt.

Nachdem beide Pferde erfolgreich gerettet werden konnten, rückte die FF Großharras nach rund 1,5 Stunden Einsatzdauer wieder ein.

Die Freiwillige Feuerwehr Großharras wurde am 20.04.2014 um 14:49 Uhr mittels Sirene und SMS alarmiert.

Beteiligte Fahrzeuge: RLF 2000, MTF
Mannschaftsstärke: 22 Mann
Einsatzdauer: 1:17
Gesamteinsatz Std.: 28
Gefahrene Kilometer: 13
Tätigkeit am Einsatzort: Absicherung und Absperrung der Straße zur Beruhigung der Pferde, Tierarzt verständigt, Pferde aus Riemengeschirr befreit und aus dem Graben gehoben, Übergabe der Tiere an den Besitzer, Bergung der Kutsche